Fortums Übernahmeangebot für Uniper

Ein Überblick über die Kommunikationsereignisse vom 20. September 2017 bis 7. Februar 2018

Am 20. September 2017 wurde Fortums Vorstoß zur Übernahme von Uniper öffentlich. Seitdem ist die Diskussion über den Verkauf von E.ONs 46,65%-Anteil im vollen Gange. Die Vertreter der beteiligten Unternehmen Fortum, E.ON und Uniper, aber auch Politiker und Analysten im Wesentlichen aus Deutschland und Finnland, haben ihre Meinungen kundgetan. Dabei sind immer wieder neue Themen und Aspekte im Fokus gewesen. Wir haben Ihnen die Ereignisse und ausgewählte Aussagen aus Presse-Artikeln in der folgenden Übersicht chronologisch zusammengestellt. Wo möglich, finden Sie darüber hinaus Links zu den Original-Quellen zum Nachvollziehen der Argumente.

20.09.2017

Bloomberg veröffentlicht Informationen über Gespräche zwischen E.ON und Fortum

 
„Fortum arbeitet an einem Angebot für Uniper: Insidern zufolge arbeitet das finnische Energieunternehmen Fortum Oyj an einem Angebot für Uniper SE, dem ehemaligen Geschäft für fossile Brennstoffe und Handel von E.ON SE, während die Konsolidierung im europäischen Energiesektor Fahrt aufnimmt. Fortum gibt womöglich schon diese Woche seine Pläne bekannt, ein freiwilliges Übernahmeangebot für Uniper abzugeben, heißt es aus anonymer, vertraulicher Quelle.“

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Bestätigung des Leaks später durch E.ON und Fortum

Pressemitteilung von Fortum 

„Fortum möchte Großaktionär bei Uniper werden – Im Falle einer Vereinbarung mit E.ON über den 46,65 %-Anteil an Uniper soll ein öffentliches Übernahmeangebot veröffentlicht werden“

Fortum International Media Conference Call

E.ON Ad-hoc-Meldung

„E.ON in fortgeschrittenen Gesprächen hinsichtlich einer Vereinbarung, nach der die verbleibende Beteiligung an Uniper im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots von Fortum Anfang 2018 angedient werden könnte“

Uniper-Pressemitteilung als Reaktion

„Wir haben Fortum nicht um ein Übernahmeangebot gebeten“

Industriegewerkschaft BCE, Dow Jones

„Wir gehen davon aus, dass das […] vereinbarte Paket zur Zukunftssicherung, auf das sich Uniper und die Gewerkschaften verständigt haben, [...] nicht von Neuem aufgerollt wird.“

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21.09.2017

Börsen-Zeitung: „Uniper stemmt sich gegen Übernahme“


Fortum plant ein öffentliches Übernahmeangebot über 22 EUR in bar für jede Aktie von Uniper, im Rahmen dessen auch E.ON seinen 46,65%igen Anteil verkaufen könnte. E.ON würde damit 3,76 Mrd EUR bekommen, insgesamt würde Uniper mit 8,05 Mrd EUR bewertet. „Dieser Vorstoß kommt unaufgefordert und entspricht nicht unserer öffentlich kommunizierten Strategie“, so der Uniper-Vorstandsvorsitzende Klaus Schäfer. Uniper befindet sich eigenen Angaben zufolge derzeit weder mit Fortum noch mit E.ON in Gesprächen über die unaufgeforderten und nicht bindenden Transaktionsvorschläge beider Unternehmen.

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Handelsblatt: „Den eigenen Aktionären verpflichtet“


Vor kaum mehr als einem Jahr, am 12. September 2016, entließ Eon-Chef Johannes Teyssen die Uniper SE mit den besten Wünschen in ihre Unabhängigkeit. […] Jetzt schickt sich der 57-Jährige an, dem Newcomer schon wieder die Unabhängigkeit zu nehmen. […] Aber egal, ob sich die Finnen die Mehrheit sichern werden oder nicht, Uniper-Chef Klaus Schäfer bekäme auf jeden Fall einen strategischen Investor, den er eigentlich nicht haben will. […] Schäfer appellierte im Handelsblatt-Interview aber an Teyssens moralische Verpflichtung Uniper gegenüber. Schließlich sei vor der Trennung klar kommuniziert worden, dass „zwei Firmen der Weg in eine unabhängige Zukunft eröffnet werden“ sollte. „Das haben wir beide, Johannes Teyssen und ich, vor dem Börsengang immer wieder betont“, sagte Schäfer. „Die Aussagen können Sie nachlesen.“ […] Teyssen könnte endlich kraftvoll in die neue Energiewelt starten. Sein alter Weggefährte Schäfer, der vor seinem Wechsel sogar als künftiger Eon-Chef gehandelt worden war, muss dagegen seine eigenen Pläne gleich wieder begraben. […] Uniper wird auch zu Unrecht nur auf die Kohlekraftwerke reduziert. Das Unternehmen betreibt mehr Gas- als Kohleanlagen, hat auch viele Wasserkraftwerke und in Schweden sogar Atomreaktoren, auf die Fortum nach wie vor setzt. Uniper hat zudem einen lukrativen Großhandel, speziell mit Gas, und eine lange Partnerschaft mit dem russischen Gasriesen Gazprom. […] Für Fortum gibt es noch einen handfesten finanziellen Grund für die Offerte. Der Konzern, der mehrheitlich im Besitz des finnischen Staates ist, schwimmt im Geld und sucht schlicht nach guten Anlagemöglichkeiten.“

Westdeutsche Allgemeine Zeitung: „Gerangel um die Zukunft von Uniper“


„E.ON will seinen 47-Prozent-Anteil an den finnischen Konzern Fortum abgeben.“ Kritik kommt auch von Ver.di.

Rheinische Post: „Uniper entsetzt über Verkauf an Finnen“

„E.ON hatte stets erklärt, sich komplett [von Uniper] trennen zu wollen. Überraschend ist nun der Zeitpunkt und der Verkauf an einen einzigen Investor. Die spannende Frage ist nun, wie viele übrige Uniper-Aktionäre das Angebot annehmen. Die andere spannende Frage ist, ob Uniper in gute Hände kommt. Das gelingt E.ON nicht immer.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung: „E.ON: Finnisches Interesse an Versorger Uniper“

„Fortum-Chef Pekka Lundmark betonte, das geplante Angebot bedeute einen 36-prozentigen Aufschlag auf den Preis der Uniper-Aktie vor Beginn der Marktspekulationen über eine Übernahme Ende Mai. Allerdings lag der aktuelle Kurs der Uniper-Aktie am Mittwochnachmittag bereits etwas oberhalb der Fortum-Offerte. Um mögliche Ängste bei den 13.000 Uniper-Mitarbeitern vor den Folgen einer Übernahme im Keim zu ersticken, betonte Fortum ausdrücklich, dass es keine Pläne für betriebsbedingte Kündigungen im Zusammenhang mit der Übernahme gebe. Es sei auch nicht beabsichtigt, den Sitz des Konzerns von Düsseldorf weg zu verlegen.

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23.09.2017

Interview mit Marc Spieker, CFO von E.ON, veröffentlicht in der Börsen-Zeitung

„Das Ziel unserer Konzernteilung war von Anfang an, zwei voneinander unabhängige Unternehmen zu schaffen, die für sich eigene Entscheidungen treffen können und auch müssen.“
zur Einleitung

24.09.2017

Pekka Lundmark, CEO von Fortum, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

„Es war äußerst bedauerlich, dass wir uns aus rechtlichen Gründen gezwungen sahen, unsere Übernahmepläne öffentlich zu machen, ohne vorher noch ein Gespräch mit dem Uniper-Vorstand führen zu können.“

25.09.2017

Capital: „Der größte Minusmacher der Industrie“

„Johannes Teyssen bleibt bei E.ON weitere drei Jahre auf dem Chefposten. […] Im Fall von Johannes Teyssen reichen 28 Milliarden Euro Minus nicht aus, um ihn um seinen Job zu bringen.“ Dahinter steckt eine Theorie: „Der Vorstandschef hat in den vergangenen Jahren zwar über weite Strecken versagt, in letzter Zeit aber immerhin die richtigen Weichen gestellt. […] Mit diesem Argument entkoppeln Aufsichtsräte wie [Karl-Ludwig] Kley das Prinzip von Leistung und Belohnung.“
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Interview mit Klaus Schäfer, CEO von Uniper, veröffentlicht von Reuters

Klaus Schäfer ruft Fortum dazu auf, verbindliche schriftliche Zusagen vorzulegen. „Uniper-Chef stemmt sich gegen Übernahme durch Fortum. […] Hatten schon im Juli ein Angebot und abgelehnt. […] Offerte sah 19 Euro je Aktie vor. […] Erneuter Vorstoß ist feindlich.“

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26.09.2017

Fortum unterzeichnet Vereinbarung mit E.ON über den Erwerb eines Anteils von 46,65 % an Uniper

 
Pressemitteilung von Fortum
E.ON Ad-hoc-Meldung
Pressemitteilung von E.ON

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Interview mit Harald Seegatz, Vorsitzender Uniper-Betriebsrat, veröffentlicht in der Rheinischen Post: „Betriebsrat: Tausend Uniper-Jobs bedroht“

„Betriebsrats-Chef Harald Seegatz fürchtet, dass die finnische Fortum den Versorger zerschlagen will. Dann würde auch die Zentrale in Düsseldorf überflüssig. Die Belegschaft fühlt sich von der [ehemaligen] Konzernmutter Eon ‚verraten und verkauft‘.“
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Immo Schlepper, Ver.di, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

„Es besteht das Risiko, dass Fortum große Teile von Uniper verkaufen könnte und damit Arbeitsplätze verloren gehen. […] Wir befürchten eine Zerschlagung von Uniper. Weite Teile der Aktivitäten von Uniper passen nicht zur Strategie von Fortum.“
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27.09.2017

Pekka Lundmark, CEO von Fortum, hält Investorenpräsentation

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Fortum Corporation Investor Call


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Audio-Datei

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Thomas Deser, Union Investment, Reuters


„Das Management von Uniper hat nicht viel Spielraum. Es muss das Beste für die Aktionäre rausholen. Ein harter Ton kann dabei hilfreich sein.“
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28.09.2017

Klaus Schäfer, CEO von Uniper, dpa-AFX

„Ich erwarte jetzt, dass Fortum-Chef Pekka Lundmark seinen Ankündigungen Taten folgen lässt und schwarz auf weiß verbindliche Aussagen macht. Nur so haben wir überhaupt eine Gesprächsgrundlage.“
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Westdeutsche Allgemeine Zeitung: „E.ON-Chef Teyssen sorgt bei Uniper für Enttäuschung“

Ver.di-Betreuer Immo Schlepper: „Wir befürchten weiterhin eine Zerschlagung von Uniper durch Fortum.“ Nach Ansicht von Ver.di passen weite Teile von Uniper nicht zur Strategie von Fortum – insbesondere die Gas- und Kohlekraftwerke sowie der Energiehandel. Damit bestehe das Risiko, dass Fortum Geschäftsfelder von Uniper verkauft.“

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30.09.2017

Interview mit Christopher Delbrück, CFO von Uniper, veröffentlicht in der Börsen-Zeitung

„Uniper warnt vor Fortums Übernahmeplan: Finanzvorstand des deutschen Kraftwerksbetreibers befürchtet Refinanzierung der Milliardenofferte auf Kosten der guten Bonität“
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01.10.2017

Pekka Lundmark, CEO von Fortum, Svenska Dagbladet (schwedische Tageszeitung)

„Zunächst wird der Cashflow erheblich gestärkt, den wir in der Folge dazu nutzen werden, in grüne Energie zu investieren und eine attraktive Dividende an unsere Anteilseigner auszuschütten. […] Wir sind rundum zufrieden, wenn wir die Anteile von E.ON bekommen. Gleichzeitig sind wir aber auch bereit, alle Anteile zu übernehmen.“

04.10.2017

Georg Oehm, Mellinckrodt German Opportunities Aktienfonds, Handelsblatt.de

„Ich gehe davon aus, dass der Aktienpreis binnen eines Jahres das Angebot von Fortum von 22 Euro übersteigen wird. Mein Ziel ist ein Stückpreis von 25 bis 30 Euro. [...] Das Uniper-Management leistet hervorragende Arbeit. Der Gashandel wird von den steigenden Rohstoffpreisen profitieren, die Verträge mit Gazprom sind rentabel, der Energiemix exzellent.“

05.10.2017

Interview mit Klaus Schäfer, CEO von Uniper, veröffentlicht in Talouselämä (wöchentlich erscheinende finnische Wirtschaftszeitschrift)

„Fortum hat im Juli Kontakt zu uns aufgenommen. Sie wollten uns zu 100 % kaufen und die volle Kontrolle übernehmen. Wir haben das Thema besprochen und der Aufsichtsrat beschloss einstimmig, dass das Angebot nicht attraktiv sei. Einige Wochen später kündigte Fortum an, Verhandlungen mit E.ON zu führen. Sie waren nicht länger an Gesprächen mit dem Management interessiert. Aus einem freundlichen Angebot war eine feindliche Übernahme geworden. […] Wenn ich einen strategischen Partner möchte, spreche ich mit dem Management. Wenn ich eine Übernahme anstrebe, spreche ich mit dem Eigentümer.“

09.10.2017

Interview mit Pekka Lundmark, CEO von Fortum, veröffentlicht in der Rheinischen Post: „Wir wollen Uniper nicht zerschlagen“

„Dass Eon seinen 47-Prozent-Anteil an der abgespaltenen Kraftwerkstochter Uniper an den finnischen Versorger Fortum verkaufen will, sorgt für Aufregung. Die Uniper-Führung wehrt sich gegen die Pläne, die Mitarbeiter sind besorgt. Im Gespräch versucht Fortum-Chef Pekka Lundmark zu beruhigen.“
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16.10.2017

Rheinische Post: „Eon liefert Uniper einer feindlichen Übernahme aus“

„Früher als bislang bekannt war der Eon-Vorstand bereit, Uniper einer feindlichen Übernahme auszuliefern. Das geht aus einem Brief vom 24. Juli 2017 hervor, den Eon-Chef Johannes Teyssen mit Finanzvorstand Marc Spieker an Uniper-Chef Klaus Schäfer und dessen Aufsichtsrats-Chef Bernhard Reutersberg schrieb. […] Zwei Aspekte alarmierten Belegschaft und Management: die weichen Job-Zusagen und die Degradierung von Uniper zu einer von vielen Fortum-Divisionen. So heißt es in Teyssens Schreiben, es sei‚ kein Personalabbau als direkte Konsequenz der Transaktion beabsichtigt‘. Und: ‚Allen Mitarbeitern, die von einem anderweitigen Verlust der Arbeitsstelle betroffen sind, soll eine passende Position innerhalb der Fortum-Gruppe angeboten werden, insofern eine solche Position verfügbar und die Mitarbeiter hierfür am besten qualifiziert sind.‘“
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17.10.2017

Interview mit Christopher Delbrück, CFO von Uniper, auf YLE (öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt von Finnland)

„Unsere Entwicklungsstrategien unterscheiden sich komplett. Wir wachsen deutlich stärker im Gas-Geschäft, also den Bereichen, die nicht Teil der Strategie von Fortum sind. Das, was wir bisher über den Deal erfahren haben, ist für andere Aktionäre wirtschaftlich nicht interessant. Wir sind außerdem der Auffassung, dass dieser Deal negative Auswirkungen für unsere Mitarbeiter hätte.“

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Kommentar von Ulf Meinke in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung: „Bitter für die Beschäftigten“


V„Dass Uniper-Chef Klaus Schäfer und die Gewerkschaft Verdi den Vorstoß der Finnen als feindlichen Akt bewerten, ist verständlich und mehr als ein Alarmsignal. […] Wer trägt die Verantwortung dafür, wenn Uniper die Selbstständigkeit verliert? Klar ist, dass Eon-Chef Johannes Teyssen sehr wohl die Möglichkeit gehabt hätte, Alternativen zu einem Deal mit den Finnen zu suchen – und auch zu finden. Teyssen hat sich für ein Geschäft entschieden, das aller Voraussicht nach die Kassen von Eon füllt. Das mag gut sein für Eon und Teyssen, ist aber ziemlich bitter für die Beschäftigten von Uniper, die vor wenigen Monaten noch zum Essener Energiekonzern gehört haben.“
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24.10.2017

Börsen-Zeitung: „Fortum muss bei Finanzaufsicht Farbe bekennen“

„Frist für die feindliche Übernahme von Uniper läuft bald ab – die Finnen sind in Deutschland schon einmal gescheitert. Unterdessen nehmen in Deutschland die Spekulationen zu, dass Fortum nach einer Übernahme von Uniper den deutschen Konzern zerschlagen und insbesondere dessen Kraftwerke in Deutschland an Rivalen verkaufen würde. RWE könnte so womöglich zum Profiteur der Übernahme werden.“
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25.10.2017

Reuters: Russische Wettbewerbshüter sehen Fortum-Offerte für Uniper skeptisch


„Der finnische Versorger Fortum stößt mit seiner milliardenschweren Offerte für den Düsseldorfer Konkurrenten Uniper auf Vorbehalte der russischen Kartellwächter. Eine erste Analyse habe ergeben, dass der Deal den Wettbewerb im Ural und Westsibirien beeinträchtigen könnte, teilte die Aufsichtsbehörde am Mittwoch mit, ohne Lösungsvorschläge zu nennen.“
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Börsen-Zeitung: Fortum reicht Uniper-Offerte ein


„‚Ob und inwieweit das nun eingereichte Übernahmeangebot wirklich konkrete und verbindliche Aussagen beinhaltet, werden wir erstmals in rund zwei Wochen erfahren‘, kommentierte Uniper am Dienstag. ‚Wir gehen davon aus, dass die BaFin die Unterlage intensiv prüfen wird.‘ Uniper setze darauf, ‚dass dabei die vielfach genannten, aber bislang nicht öffentlich gemachten Zusagen und Absprachen zwischen Fortum und Eon berücksichtigt werden‘. […] Bislang kenne Uniper die Pläne nur als Absichtserklärungen aus den Medien, sagte ein Uniper-Sprecher. Zuletzt wurde bei Uniper in Düsseldorf immer betont, dass man auf Basis des zunächst nicht öffentlich gewordenen, rabiaten ersten Übernahmeversuchs im Sommer sowie aufgrund der nicht zusammenpassenden Unternehmensstrategien von Fortum und Uniper und nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen von einer geplanten Zerschlagung ausgehen müsse.“
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Focus Money: „Unter Wert verkauft“


„DSW rügt: E.ON gibt Uniper-Papier zu billig ab, und hohe Break-up-Fee verbaut auch noch Chance auf besseren Deal. […] Gedacht ist eine Break-up-Fee zur Absicherung von Kosten, die einem potenziellen Käufer entstehen, auch wenn das Geschäft am Ende nicht zustanden kommt. Dabei geht es etwa um Honorare für Berater und Anwälte.“
Thomas Hechtfischer, DSW: „Wenn man sich die Kursentwicklung ansieht, wäre ein deutlich höherer Erlös als die 3,8 Milliarden für E.ON drin gewesen. […] Das ist für den Käufer eine sehr komfortable Situation. Er kauft günstiger als an der Börse, und wenn's nicht klappt, gibt es noch ein ordentliches finanzielles Trostpflaster. Zudem verbaut sich E.on damit die Chance, ein mögliches besseres Angebot eines anderen Wettbewerbers annehmen zu können.“
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26.10.2017

Interview mit Pekka Lundmark, CEO von Fortum, veröffentlicht von Bloomberg Europe

Pekka Lundmark erwartet eine Zustimmung der russischen Behörden und geht nicht davon aus, dass Kohle so lange wie möglich betrieben werden müsste. „Die meisten europäischen Länder werden von politischer Seite aus Zeitpläne veröffentlichen, wie schnell sie aus der Kohle aussteigen wollen, und wir werden uns selbstverständlich voll und ganz dem verpflichten, was diese Zeitpläne vorsehen.“
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Fortum Corporate Investor Call


Transkript
Audio-Datei

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01.11.2017

Finnische Zeitungen berichten über Unipers Anzeigenschaltung

Der neueste Schritt in Unipers Anti-Fortum-Kampagne sei eine ganzseitige Anzeige in mehreren Zeitungen. Uniper erklärt in der Anzeige die Konsequenzen „für Uniper, Fortum und letztendlich für Sie als Fortum-Aktionär“ und erinnert sowohl an die ökologischen als auch ökonomischen Auswirkungen des Deals.
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Fortum reagiert auf Unipers Anzeige


Fortum dementiert eine feindliche Übernahme und reagiert auf Unipers Anzeige mit einem Video.
Youtube Video

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02.11.2017

Handelsblatt berichtet über einen Brief von E.ON-Chefaufseher Kley an Uniper-Aufsichtsratsvorsitzenden Reutersberg

In einem Brief an seinen Amtskollegen Bernhard Reutersberg schreibt E.on-Aufsichtsrat Karl-Ludwig Kley und in Kopie an das komplette Präsidium inklusive Betriebsratschef Harald Seegatz. Darin appelliert Kley an Uniper, nicht erst bis zur offiziellen Vorlage des Angebots mit Gesprächen zu warten. Unterdessen mache das „Uniper-Management Großaktionär E.on und dessen Chef Teyssen schwere Vorwürfe: „Betriebsratschef Harald Seegatz warf Teyssen offen Wortbruch vor. […] Weder Kley noch E.on wollten sich auf Anfrage zu dem Schreiben äußern.“
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Reuters: „Ton zwischen Uniper und Fortum wird rauer“


Fortum-CEO Pekka Lundmark kritisiert die Anzeigenkampagne von Uniper in Finnland.

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03.11.2017

Wirtschaftswoche: „Der Chef geht voll auf Abwehr“

„Der von Rothschild beratene Vorstand werde deshalb, sobald das Angebot der Finnen voraussichtlich am 7. November von der Finanzaufsicht BaFin veröffentlich wird, Uniper und seinen Aktionäre empfehlen, das Übernahmeangebot nicht anzunehmen, heißt es in Finanzkreisen.“

07.11.2017

Fortum veröffentlich das Übernahmeangebot, das bis zum 16. Januar 2018 läuft


Pekka Lundmark, Präsident und CEO von Fortum: „Ich kann klar und deutlich sagen, dass wir zwar alle angebotenen Aktien begrüßen, uns aber auf den Erwerb der 46,65 prozentigen E.ON-Beteiligung konzentrieren. Wir haben weder Pläne noch sehen wir irgendwelche Gründe, den Angebotspreis zu erhöhen.“
Pressemitteilung von Fortum

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Fortum Corporation Media Call


Transkript
Audio-Datei

Videos von Pekka Lundmark, CEO von Fortum, zum Vorhaben und zum Angebotspreis


Transkript Vorhaben
Transkript Angebotspreis

Börsen-Zeitung: „Feindliche Übernahme von Uniper beginnt“


Fortum hat seine Übernahmeofferte für Uniper vorgelegt. Wie bereits bekannt, will der Konzern 22 EUR je Aktie zahlen. Das geht aus einer Mitteilung vom Dienstag hervor. Darin bekräftigt Fortum seine Intention, das Angebot nicht erhöhen zu wollen. Uniper-Aktionäre können ab sofort ihre Aktien bis zum 16. Januar 2018 andienen. Fortum wolle sich jedoch vor allem auf den E.ON-Restanteil konzentrieren.
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dpa: „Übernahmepläne von Fortum für Uniper nehmen Fahrt auf“


Der Artikel greift einen Kommentar von Uniper CFO Chrisopher Delbrück auf der Telefon-konferenz zu Unipers Q3 Zahlen auf: „Er hätte sich gewünscht, dass Fortum zuerst mit Uniper darüber gesprochen hätte, anstatt das Unternehmen im Unklaren zu lassen. Die Strafzahlung Eons bei Platzen der Übernahme nannte er „ungewöhnlich hoch“. Er vermutet, dass diese weitere Angebote verhindern solle – was für die Investoren nachteilig wäre. Uniper werde geeignete Maßnahme dazu prüfen – ob auch ein juristischer Weg dazu gehöre, wollte er nicht ausdrücklich bestätigen.“

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08.11.2017

Handelsblatt: Kommentar von Jürgen Flauger

Angesichts der außergewöhnlich hohen Ausgleichszahlung, mit der sich E.ON an die Vereinbarung mit Fortum gebunden hat geht Jürgen Flauger in seinem Kommentar davon aus, dass der Deal zwischen E.ON und Fortum „kaum noch zu stoppen“ sei. Folglich solle Schäfer „endlich Gespräche mit dem Fortum-Management“ aufnehmen, um in konstruktiver Zusammenarbeit die Rechte der Mitarbeiter zu sichern. Auch die „Börsen-Zeitung“ ginge von einem „done deal“ aus. Die Töne zwischen den Unternehmen seien aber deutlich sachlicher geworden. Schäfer wolle offenbar das Beste für das Unternehmen und die Beschäftigten herausholen.
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09.11.2017

Westdeutsche Allgemeine Zeitung: „Energiekonzerne im Fusionsfieber“

„Nach Einschätzung von Experten wie Manuel Frondel vom Essener RWI-Leibniz-Institut sind die deutschen Energiekonzerne angreifbar geworden. Aus ehemals kraftstrotzenden Stromversorgern seien ‚Schwächlinge‘ mit hohen Schulden und Kapitalbedarf geworden. Jenseits der Landesgrenzen gebe es aber viele Konzerne, die vor Finanzkraft nur so strotzen, denn im Gegensatz zu Deutschland würden die Energieversorger im europäischen Ausland oft ‚gepäppelt und gehätschelt‘.“
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16.11.2017

WirtschaftsWoche: „Uniper: Erstes Treffen mit zukünftigem Investor Fortum“

Fortum-CEO Pekka Lundmark und Uniper-CEO Klaus Schäfer haben sich das erste Mal seit Bekanntwerden des Übernahmeangebots von Fortum persönlich getroffen. „Es war ein konstruktives Treffen," sagte Lundmark. „Wir können nun einen Dialog mit Uniper beginnen, wie wir zukünftig zusammen arbeiten."
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17.11.2017

Manager Magazin: „Jeder kämpft für sich allein“

Ein detailliertes Doppel-Porträt widmet sich dem gemeinsamen Karriereweg von E.ON-CEO Johannes Teyssen und Uniper-CEO Klaus Schäfer und ihrem Zerwürfnis über die geplante Abgabe des E.ON-Anteils an Uniper an das finnische Energieunternehmen Fortum.

21.11.2017

Veröffentlichung der Begründeten Stellungnahme von Uniper: Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen den Aktionären, das Übernahmeangebot von Fortum nicht anzunehmen


Beide Gremien [Vorstand und Aufsichtsrat] sind der Auffassung, dass das Angebot von Fortum nicht im Interesse von Uniper, ihrer Aktionäre, Mitarbeiter und weiterer Stakeholder ist. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen den Uniper-Aktionären daher, das Angebot von Fortum nicht anzunehmen. Der Konzernbetriebsrat unterstützt die gemeinsame Stellungnahme von Vorstand und Aufsichtsrat in vollem Umfang und hat daher auf eine eigene Stellungnahme verzichtet.“
Auszug aus der Pressemitteilung von Uniper

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Vollständige Begründete Stellungnahme


PDF-Dokument

Statement von Pekka Lundmark zur Veröffentlichung der Begründeten Stellungnahme


„Wir sind davon überzeugt, dass unser Angebot Unipers Aktionären eine attraktive Prämie von 36% auf den Aktienkurs vor Beginn der Übernahmespekulationen bietet […].”
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dpa: „Uniper-Chef drängt bei Fortum-Angebot weiter auf Unabhängigkeit“


Uniper lehne eine mögliche Übernahme durch Fortum zwar weiter ab. „Der zuletzt erbitterte Widerstand der Düsseldorfer schmilzt jedoch. Uniper-Chef Klaus Schäfer erklärte auf einer Pressekonferenz am Dienstag seine Gesprächsbereitschaft. Dabei kündigte er an, die Unabhängigkeit Unipers ‚soweit wie möglich‘ sichern zu wollen. […] Nach einem ersten ‚konstruktiven‘ Treffen mit Fortum-Chef Pekka Lundmark vergangene Woche sollen weitere Gespräche „zeitnah“ folgen, sagte Schäfer. Dabei forderte er Fortum erneut auf, verbindliche Zusagen im Falle einer Übernahme zu machen.“
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22.11.2017

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Kommentar von Helmut Bünder


Eine Zerschlagung von Uniper sei noch nicht ausgeschlossen: „Der Essener Konkurrent RWE hatte schon Interesse an ausgewählten Kraftwerken bekundet. Dazu passt, dass RWE einen Verkauf von Anteilen an seiner Ökostrom-Gesellschaft Innogy sondiert.“

Nun bekäme es Schäfer mit dem finnischen Versorger Fortum zu tun: „Dessen Gebot, fast zwei Euro unter dem aktuellen Kurs, ist zwar aus Sicht der freien Aktionäre ein Scherz. Aber weil Teyssen reichlich früh und zu billig eingeschlagen hat, ist der Zug abgefahren. […] Es wird Zeit, dass Schäfer die Optionen auslotet und rettet, was eventuell noch zu retten ist. Dafür muss er Fortum-Chef Pekka Lundmark davon überzeugen, dass eine eigenständig agierende Uniper auch für den neuen Großinvestor die einträglichste Lösung ist.“

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Handelsblatt: Kommentar von Jürgen Flauger


Klaus Schäfer habe gute Gründe, das Übernahmeangebot von Fortum abzuweisen: „Das Gebot liegt aktuell deutlich unter dem Aktienkurs des Stromproduzenten. Und auch strategisch erschließt sich die Logik nur schwer: Was will der finnische Energiekonzern, der stolz auf seine CO2-arme Stromproduktion ist, vom deutschen Kohlestromproduzenten?“

Süddeutsche Zeitung: „Letztes Aufbäumen“


„Auf den ersten Blick sind es noch einmal schwere Geschütze, die Uniper auffährt. Seit Monaten kämpft der Essener Energiekonzern gegen die Übernahme durch die finnische Fortum, und das jetzt auch offiziell. […] Zwischen die kämpferischen Töne mischen sich aber auch versöhnlichere.“
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24.11.2017

WirtschaftsWoche: „Der freundliche Finne“


Fortum-Chef Pekka Lundmark glaubt, dass Kohlemeiler keine lange Zukunft mehr haben. Das ändere jedoch nichts an seinem Interesse an Uniper: „Von rund 300 Uniper-Kraftwerken seien nur 30 Prozent Kohlemeiler. Der Rest des Uniper-Geschäfts sei hauptsächlich Gas und Wasserkraft. Da der Druck auf Kohle bleibe, und immer mehr Erneuerbare dazu kämen, steige die Bedeutung von Gas als sicherer Stromlieferant. Davon profitiere der Energieversorger künftig immer stärker.“
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27.11.2017

Handelsblatt: „Es geht um die Zukunft des Landes“

E.ON-Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen rechtfertigt sich im Interview mit dem SPIEGEL gegenüber den Vorwürfen, das Uniper Management „doppelt hintergangen“ zu haben, den eigenen Anteil an Uniper zu „verhökern“, eine „Zerschlagung“ Unipers in Kauf zu nehmen und „tatenlos“ zuzusehen, „wie Tausende Arbeitsplätze durch die Übernahme in Gefahr geraten.“
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02.12.2017

DER SPIEGEL: „Das System funktioniert nicht“

E.ON-Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen rechtfertigt sich im Interview mit dem SPIEGEL gegenüber den Vorwürfen, das Uniper Management „doppelt hintergangen“ zu haben, den eigenen Anteil an Uniper zu „verhökern“, eine „Zerschlagung“ Unipers in Kauf zu nehmen und „tatenlos“ zuzusehen, „wie Tausende Arbeitsplätze durch die Übernahme in Gefahr geraten.“
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04.12.2017

FINANCE-Magazin: „Härteste Entschuldungsphase liegt hinter uns“

Im Interview mit dem FINANCE-Magazin bekräftigt Uniper-CFO Christopher Delbrück er-neut die ablehnende Haltung des Uniper-Managements gegenüber dem Fortum-Übernahme-Angebot. Dieses sei finanziell nicht attraktiv und spiegele das langfristige Potential der Uniper-Aktie nicht wider. Zudem sei Fortums Strategie für das Szenario ei-nes beherrschenden Einflusses noch unklar. Das behindere aktuell auch ein mögliches Rating-Upgrade von Uniper durch S&P, auf das man nach dem nun abgeschlossenen Verkauf der Beteiligung am Gasfeld Yushno Russkoye eigentlich gehofft hatte.
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06.12.2017

Focus Money: „Streit um Uniper geht weiter“

Die Fortum-Offerte sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht sonderlich attraktiv, liege sie doch unter dem aktuellen Aktienkurs. „Solange das Angebot läuft, sind die Uniper-Aktionäre auf der sicheren Seite und haben sozusagen eine Kursabsicherung nach unten. Nach Ablauf der Frist kann es allerdings sein, dass der Kurs wieder auf das ursprüngliche Niveau von unter 20 EUR zurückfällt“, so DSW-Geschäftsführer Thomas Hechtfischer. Er kritisiert auch, dass Fortum „noch nichts wirklich Konkretes zu seinen Zielen und seiner Strategie gesagt“ habe.

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Handelsblatt: „Hedgefonds mischt sich in Übernahme ein“

Der aktivistische Investor Paul Singer mischt sich in den Übernahmekampf um Uniper ein. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, hat sich Singer mit seinem Hedgefonds Elliott Ende November Zugriff auf 5,32 % der Anteile gesichert. Die Aktie kletterte darauf-hin zeitweise auf ein neues Rekordhoch von EUR 25,68. Der US-Hedgefonds ist dafür bekannt, sich in Übernahmekämpfe einzumischen, um den Preis nach oben zu treiben. Fortum-Chef Pekka Lundmark hat aber wiederholt betont, dass er keine Absicht hat, das Gebot aufzustocken.
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07.12.2017

Uniper präsentiert einen neuen strategischen und finanziellen Ausblick

Pressemitteilung von Uniper

CEO Klaus Schäfer: „Wir werden trotz eines anhaltenden Fokus auf Europa vor allem die USA und Asien stärker als bisher in den Blick nehmen. Bei allen Aktivitäten wollen wir die Möglichkeiten unseres Portfolios optimal ausschöpfen und selektiv erweitern. Wachstum wird im Wesentlichen organisch erfolgen. Die gründlichen Analysen im Zuge der Überprü-fung unserer strategischen Ausrichtung haben uns im Übrigen deutlich gezeigt, dass Uniper als eigenständiges Unternehmen mit einem sehr vernetzten und werthaltigen Portfolio bestens aufgestellt ist und im Wettbewerb hervorragende Chancen hat.“

CFO Christopher Delbrück: „Wir haben unsere Ankündigungen zur Ergebnisentwicklung und zur Dividende voll erfüllt und werden dies auch künftig tun. Uniper hat sich an der Börse glänzend entwickelt und bietet weiter große Chancen für Investoren. Unsere Aktionäre sollen an dieser positiven Entwicklung durch eine starke Dividende weiterhin teilhaben. Diese soll nicht nur nachhaltig gezahlt werden, sondern bis 2020 um durchschnittlich 25 Prozent pro Jahr steigen. Sollten sich finanzielle Spielräume für neue Investitionen ergeben, werden wir diese mit Disziplin nutzen. Wir orientieren uns weiter klar an unserem Ziel-Rating von BBB (flat).“
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Uniper Analyst & Investor Call

Präsentation
Aufzeichnung des Webcasts

Handelsblatt: Kommentar von Jürgen Flauger

Im Übernahmekampf mit Fortum wolle und müsse Uniper-Chef Klaus Schäfer das Maximale für seine Mitarbeiter und seine Aktionäre herausholen. Die Chancen dafür stünden nicht schlecht. Die von Fortum gegenüber den Mitarbeitern gemachten Zusagen müsse Schäfer rechtsverbindlich aushandeln. Die Gesprächsaufnahme mit Fortum-CEO Pekka Lundmark sei ein guter Schritt. Außerdem müsse Schäfer sich die ebenfalls versprochene Unabhängigkeit absichern lassen, auch im Interesse der Aktionäre. Er halte das Gebot zu Recht für völlig unterbewertet. Es sei in Schäfers Sinn, aber auch in dem von Mitarbeitern und Anteilseignern, wenn er zu verhindern suche, dass sich Fortum die Kontrolle zum Schnäppchenpreis holt.

Börsen-Zeitung: „Poker um Uniper spitzt sich zu“

Immer mehr Großinvestoren spekulieren darauf, dass Fortum die feindliche Übernahme von Uniper am Ende mit einem Beherrschungsvertrag abschließt und im Gegenzug eine Abfindung zahlt. Nachdem Elliott seinen Anteil an Uniper auf 5,3% aufgestockt hat, meldet jetzt auch BlackRock eine Erhöhung seines Anteils von zuletzt 1,4 auf nun 3,8%. Neben E.ON haben sich damit inzwischen etliche Fonds mit größeren Positionen eingekauft. Zu den Anteilseignern zählen unter anderem auch J.P. Morgan Chase (2 %) sowie Dimensional Fund Advisors (1,8%) und Vanguard (1,3%).
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13.12.2017

focus.de: „Uniper notieren weit über Fortum-Kaufgebot“

Papiere von Uniper haben auch zur Wochenmitte Kursstärke an den Tag gelegt. Das Kursplus vom Vortag von gut 4 Prozent bauten die Aktien des Stromproduzenten um 1,2 Prozent auf knapp 26 Euro aus. Börsianern zufolge wird der Aktienkurs vom Übernahme-Angebot der finnischen Fortum nach unten hin abgesichert und vom Einstieg neuer Investoren nach oben getrieben. Diese könnten auf einen höheren Kaufpreis der Finnen setzen und auch auf höhere Ausschüttungen.
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14.12.2017

WirtschaftsWoche: "Die Energiewende läuft vor allem im Netz"

Im Interview mit der "WirtschaftsWoche" äußert sich E.ON-Chef Johannes Teyssen zur Zukunft seines Unternehmens. Mit Blick auf den Verkauf der restlichen Uniper-Anteile rechtfertigt er angesichts des aktuellen Uniper-Kurses von über 25 Euro den mit Fortum vereinbarten Kaufpreis: „Als wir uns mit Fortum geeignet haben, stand die Uniper-Aktie bei einem Allzeithoch, aber unter 22 Euro. Sollten wir das Angebot von Fortum annehmen, halte ich die 22 Euro für einen sehr guten Preis. Das wären mehr als 100 Prozent Plus im Vergleich zum Eröffnungskurs. Ich denke, dass der aktuelle Aktienkurs eine Spekulationsprämie enthält. Aber über die Annahme des Angebotswerden wir im Januar entscheiden.“

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19.12.2017

dpa-AFX: „Singers Hedgefonds Elliott baut Einfluss bei Uniper aus – Aktie zieht an“


Der aktivistische Investor Paul Singer mischt sich immer stärker in den Übernahmekampf um Uniper ein. Singer hat sich mit seinem Hedgefonds Elliott inzwischen Zugriff auf 7,38 % der Uniper-Aktien gesichert. Die Uniper-Aktie reagierte positiv auf die Neuigkeiten. In der Spitze schnellten die Papiere auf ein Rekordhoch von 26,64 EUR.

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20.12.2017

dpa-AFX: „Aktionär Knight Vinke will Uniper-Anteile Fortum nicht andienen“


Knight Vinke will an seinen Uniper-Aktien festhalten. Es sei nicht geplant, die Papiere Fortum anzudienen, erklärte der Finanzinvestor in einem Brief. Knight Vinke sehe seine Beteiligung als „langfristiges Investment“, hieß es. Knight Vinke halte insgesamt 5,02 % am Aktienkapital Unipers und unterstütze Uniper als Aktionär seit dem Börsengang im September 2016.

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30.12.2017

Rheinische Post: „Wir brauchen neue Kraftwerke“

Uniper-Chef Klaus Schäfer hat im Kampf gegen eine Übernahme durch den Energiekonzern Fortum dem finnischen Versorger ein Spiel mit verdeckten Karten vorgeworfen. „Die Gespräche gehen nicht so zügig voran, wie wir uns das wünschen“, sagte er in einem Interview der „Rheinischen Post“. Er würde seinen Mitarbeitern gerne möglichst bald das Signal geben, dass Fortum verbindlich zu allem stehe, was sie öffentlich angekündigt haben. „Doch Fortum möchte sich offenbar noch nicht festlegen.“ Schäfer habe mit Fortum-Chef Pekka Lundmark ein paar Mal telefoniert. Zudem habe es zwei Treffen gegeben. Die Gespräche hätten auf sachlicher Ebene stattgefunden und die Inhalte seien vertraulich. „Aber so viel kann ich sagen: Fortum lässt weiterhin Klarheit darüber vermissen, was sie anstreben. Mein Ziel ist es, den Mitarbeitern von Uniper möglichst frühzeitig Sicherheit über die Zukunft des Unternehmens zu geben.“
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08.01.2018

E.ON dient ihren Anteil von 46,65 % an Uniper im Rahmen des Fortum-Übernahmeangebotes an

Pressemitteilung von E.ON

Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON: „Mit dieser Transaktion können wir unseren Anteil an Uniper als Ganzes und zu einem für E.ON attraktiven Preis verkaufen. E.ON wird sich jetzt voll und ganz auf ihre Kunden in der neuen Energiewelt und ihre stra-tegischen Geschäftsfelder konzentrieren. Die Weichen für profitables Wachstum sind gestellt.“ Auch die Vorstandsmitglieder von E.ON, die bislang privat Uniper-Aktien halten, dienen diese Fortum im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebotes voll-ständig an.
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Handelsblatt: „E.ON gibt Uniper unter Wert ab“


Der Aufsichtsrat von E.ON hat wie erwartet entschieden, das Uniper-Aktienpaket von knapp 47% zum Preis von 22 EUR je Papier an Fortum zu verkaufen. Der Erlös beliefe sich damit auf 3,76 Mrd EUR. Am Markt war das Paket am Montag bei einem Aktienpreis von 26 EUR gut 4,4 Mrd EUR wert. Einzelne Aktionäre prüfen laut „Handelsblatt“ nun so-gar Klagen. Bei E.ON werde das aber gelassen gesehen, weil die Bafin die Konstruktion genehmigt hat. Die beteiligten Hedgefonds spekulieren unterdessen darauf, dass Fortum doch noch die Kontrolle anstrebt, und hoffen auf ein höheres Angebot.
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10.01.2018

Handelsblatt: „E.ON und Uniper: Unglückliches Timing“


Obwohl E.ON sein knapp 47%iges Uniper-Aktienpaket unter dem aktuellen Marktpreis an Fortum verkauft hat, sei der Deal kein schlechter gewesen, so Jürgen Flauger in einem Kommentar. E.ON-Chef Johannes Teyssen habe viel mehr herausgeholt, als noch vor einem Jahr zu erwarten gewesen sei. Der Vergleich mit der aktuellen Notierung sei nicht fair. Der Kurs sei nach Bekanntgabe des Deals von Hedgefonds nach oben getrieben worden. Vielleicht hätte Teyssen mit etwas Geduld noch mehr herausschlagen können, denn tatsächlich gebe es auch fundamentale Gründe, warum die Uniper-Aktie viel attraktiver geworden ist. Aber all das werde sich nicht mehr beweisen lassen.
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11.01.2018

Börse Online: „Attraktives Übernahmeszenario bei Uniper“


Der Uniper-Aktienkurs behauptet sich stabil bei 26 EUR. In Kürze endet die Angebotsfrist von Fortum. Doch mehr als den 47%-Anteil von E.ON dürfte der finnische Versorger nicht angedient bekommen. Daher könnte sich noch ein attraktives Übernahmeszenario entwi-ckeln. Diverse Hedgefonds haben sich bereits entsprechend positioniert. Eine aktuelle UBS-Studie sieht ein Kurspotenzial bis 30 EUR.

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17.01.2018

Die reguläre Annahmefrist für das Übernahmeangebot von Fortum hat um Mitternacht geendet

19.01.2018

Fortum gibt bekannt, dass während der regulären Annahmefrist insgesamt 46,93 Prozent der Uniper-Anteile angedient wurden. Die Nachfrist beginnt am 20. Januar und endet am 2. Februar.

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Amtliche Bekanntmachung

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Statement von Klaus Schäfer, CEO von Uniper

„Wir freuen uns, dass die weit überwiegende Zahl unserer Aktionäre unserem Votum folgt und das Angebot der Fortum nicht angenommen hat. Lediglich 0,28% der freien Aktien wurden Fortum angedient. Das war zu erwarten: Der unveränderte Angebotspreis von 21,31 Euro bleibt auch weiterhin unattraktiv und entspricht nicht dem Wert von Uniper. Die weitere Annahmefrist läuft aber noch bis zum 2. Februar 2018. Erst dann werden wir sehen, wie viele Aktien endgültig den Besitzer wechseln werden.“

dpa-AFX: „Fortum hält nach Ende der Übernahmefrist knapp 47 Prozent an Uniper“


Der finnische Energiekonzern Fortum hat nur wenige Aktionäre von seinem Angebot für den Düsseldorfer Kraftwerksbetreiber Uniper überzeugen können. Mit Ende der Angebotsfrist sammelte Fortum 46,93 Prozent der Anteile ein. Darunter sind die 46,65 Prozent, die Großaktionär Eon den Finnen angedient hatte. Eon erhält dafür knapp 3,8 Milliarden Euro.

Handelsblatt: „Fortum verfehlt Mehrheit bei Uniper deutlich“


Das Ergebnis nach der ersten Annahmefrist ist für Fortum auf den ersten Blick ernüchternd: Der Energiekonzern hat außer Eons Paket fast keine Uniper-Aktien bekommen. Die Finnen können trotzdem zufrieden sein. Das Paket sichere ihnen schon jetzt einen erheblichen Einfluss, sagt Übemahmeexperte Dirk-Oliver Löffler von Raymond James European Advisory. Auf der Hauptversammlung würden sie die Mehrheit des stimmberechtigen Kapitals erreichen und könnten damit schon viel durchsetzen. „Ich denke, dass Fortum nach Abschluss des Angebots erst einmal abwartet und Ruhe einkehren lässt, da man nicht wirklich unter Zeitdruck steht“, glaubt Löffler: „Es bleibt abzuwarten, ob die Hedgefonds und Aktivisten auch so einen langen Atem haben werden.“

Dow Jones: „S&P bestätigt Uniper mit BBB-, Ausblick weiter positiv“


S&P hat die Bonitätseinstufung für Uniper bestätigt. Das Langfrist-Rating liege weiter bei BBB-. Der Ausblick sei weiterhin positiv. Aktuell sei schwer zu beurteilen, welche Absichten und welchen Einfluss Fortum und andere Aktionäre letztlich bei Uniper haben werden. Im Basisszenario gehen die Kreditanalysten davon aus, dass Uniper unabhängig bleibt.

dpa-AFX: „RBC Capital hebt Ziel für Uniper auf 26,50 Euro“


Das Analysehaus RBC Capital hat das Kursziel für Uniper von 21,50 auf 26,50 Euro angehoben, aber die Einstufung auf „Sector Perform“ belassen. Die deutliche Zielerhöhung basiere auf der Annahme, dass der finnische Versorger Fortum mittelfristig die volle Kontrolle über den deutschen Kraftwerksbetreiber erringen könnte. Alleinstehend wäre Uniper lediglich 23,50 Euro wert.

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21.01.2018

Welt am Sonntag: „Der Kohleausstieg ergibt sich von allein“

Im Interview mit der “Welt am Sonntag” äußert sich Uniper-CEO Klaus Schäfer auch zum Übernahmeangebot von Fortum. Unipers Beitrag zur Energiewende sei es, Stabilität und Bezahlbarkeit der Stromversorgung zu sichern. Auch deshalb sei es für Fortum so schwierig, die Uniper-Aktionäre von einem Verkauf ihrer Anteile zu überzeugen. „Außer dem Großinvestor E.on scheint derzeit jedenfalls kaum ein Aktionär das Übernahmeangebot anzunehmen. Das Angebot ist ja auch hochgradig unattraktiv, unter anderem weil unser Aktienkurs weiterhin deutlich über dem angebotenen Preis liegt. Und schlussendlich ist der Börsenkurs ein gutes Indiz dafür, dass unsere Anteilseigner mit unserem Portfolio und mit unserer Geschäftsentwicklung seit der Abspaltung von E.on sehr zufrieden sind.“

24.01.2018

Handelsblatt: „Keine Angst vorm Finnen“

Fortum-CEO Pekka Lundmark trat auf der „Handelsblatt“-Energietagung erstmals als neuer Großaktionär bei Uniper auf. Man strebe „eine Partnerschaft“ an, so Lundmark. Die Energiewende sei nur mit vereinten Kräften zu schaffen. Ob er eine Mehrheit an Uniper verfolge, ließ er allerdings offen. Man konzentriere sich jetzt auf eine gute Kooperation mit Uniper, dafür brauche es nicht mehr Uniper-Aktien als bisher. Derweil spekulieren etliche Großinvestoren darauf, dass Fortum letztlich 75 % der Anteile an Uniper anstrebt. Auch Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender von E.ON, sagte auf der Energietagung, dass aktivistische Aktionäre, die sich bei Uniper eingekauft haben, nun erwarten, dass nach Ablauf der erweiterten Angebotsfrist Anfang Februar ein Gespräch gesucht wird.
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30.01.2018

FINANCE-Magazin: „In Abwehrhaltung“

Fortum steht vor dem Einstieg bei Uniper. Uniper-CFO Christopher Delbrück treibt die Frage um, was passiert, wenn Fortum einen beherrschenden Einfluss bei dem Energieunternehmen erlangen sollte. „Hier brauchen wir Klarheit“, so Delbrück gegenüber „FINANCE-Magazin“. Gemessen an der bisherigen Präsenzquote auf der Hauptversammlung wäre laut Delbrück ein beherrschender Einfluss bereits ab etwa 55 % Aktienanteil denkbar. Allerdings wird Fortum mit dem ersten Übernahmeangebot wohl nicht zum Ziel kommen. Denkbar wäre ein zweiter Anlauf. Das Uniper-Management bezeichnet dies als spekulativ und äußert sich dazu nicht weiter. Gleichzeitig versucht man, die Aktionäre mit Verweis auf die eigenen Pläne für weitere Offerten unempfänglich zu machen. Dazu zählen steigende Dividenden und die Aussicht auf kleinere Zukäufe. „Fortum bietet keinen überzeugenden strategischen Zusatznutzen für Uniper und keine bessere Alternative zur geplanten eigenständigen Weiterentwicklung“, so Delbrück. „Die einzelnen Elemente unseres Portfolios spielen aus unserer Sicht optimal zusammen. Wir sind daher überzeugt, dass wir am besten nachhaltigen Wert schaffen können, wenn wir unsere Strategie auf diesem Wege weiter umsetzen können.“

31.01.2018

Börsen-Zeitung: „Bei Uniper wird es kurz vorm Ziel eng“


Am 2.2. endet die zweite Annahmefrist für die Fortum-Offerte an die Uniper-Aktionäre. Der Aktienkurs von Uniper hat unter dem anhaltenden Renditeanstieg am Anleihenmarkt zwischenzeitlich gelitten. Am Dienstag gab er um 1,6 % auf 24,06 EUR nach. Vielleicht bewegt das doch noch einige Uniper-Aktionäre, ihre Anteile zu verkaufen, so dass Fortum über die 50%-Schwelle käme. Am 2.2. legen die Finnen auch ihre Bilanz vor. Nach Einschätzung von Analysten sind zu diesem Termin möglicherweise auch Details zum weiteren Vorgehen zu erfahren. Unterdessen hat S&P die Bonitätsnote von Fortum auf "BBB" mit negativem Ausblick gesenkt. Der negative Ausblick wird mit den Unsicherheiten über Fortums Pläne zur Stärkung der Finanzkraft, dem weiteren Vorgehen bei Uniper und den strategischen Unsicherheiten aus dem Uniper-Deal begründet.
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01.02.2018

dpa-AFX: „Deutsche Bank belässt Uniper auf ‚Buy‘ – Ziel 26,50 Euro“


Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Uniper auf „Buy“ mit einem Kursziel von 26,50 EUR belassen. Das Unternehmen dürfte die Ziele bestätigen, die im Dezember im Zusammenhang mit den neuen Informationen zur Strategie ausgegeben worden seien, so Analyst James Brand in einer am Mittwoch vorliegenden Branchenstudie vor der Berichtssaison europäischer Versorger.

dpa-AFX: „Credit Suisse hebt Ziel für Uniper auf 26 Euro – ‚Neutral‘“


Credit Suisse hat das Kursziel für Uniper von 23 auf 26 EUR angehoben und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Er habe die Schätzungen für den Stromproduzenten angepasst und mache für den Aktienkurs eher Aufwärts- als Abwärtspotenzial aus, schrieb Analyst Vincent Gilles in einer am Donnerstag vorliegenden Studie. Das Unternehmen dürfte zudem die Dividenden stark erhöhen – eine der wesentlichen Abwehrmaßnahmen gegen die Übernahme durch Fortum

02.02.2018

Börsen-Zeitung: „Fortum geht gestärkt in den Kampf um Uniper“

Fortum hat kurz vor Ablauf des Angebots an die Uniper-Aktionäre erneut für den Deal geworben. Es gebe zahlreiche Möglichkeiten der Zusammenarbeit, schrieb CEO Pekka Lundmark im Geschäftsbericht 2017. Davon sollten alle Anteilseigner profitieren. Die Konzerne seien im Gespräch. Fortum konnte sich nach letzten Angaben knapp 47 % der Uniper-Anteile sichern. Voraussichtlich am 7. Februar will man die endgültige Annahmequote bekannt geben. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Fortum seinen vergleichbaren operativen Gewinn um 26 % auf 811 Mio EUR steigern. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 1,10 EUR je Anteilsschein erhalten. Der Kurs der Fortum-Aktie legte deshalb um zeitweise 2,4% zu. Der Kurs von Uniper fiel dagegen um 3% auf 23,32 EUR und lag damit nicht mehr allzu weit oberhalb der Offerte.
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03.02.2018

Die erweiterte Annahmefrist für das Übernahmeangebot von Fortum hat um Mitternacht geendet

05.02.2018

dpa-AFX: „Deutsche Bank belässt Fortum auf ‚Sell‘ – Ziel 15,50 Euro“


Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Fortum nach Jahreszahlen auf "Sell" mit einem Kursziel von 15,50 Euro belassen. Der finnische Versorger habe besser als von ihm erwartet abgeschnitten, schrieb Analyst James Brand in einer am Montag vorliegenden Studie. Wegen der bevorstehenden Übernahme des deutschen Kraftwerksbetreibers Uniper erscheine die Fortum-Aktie allerdings teuer.

dpa-AFX: „Kepler Cheuvreux senkt Ziel für Uniper auf 17 Euro – ‚Reduce‘“


Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat das Kursziel für Uniper von 22 auf 17 Euro gesenkt und die Einstufung auf „Reduce“ belassen. Fortum habe das Übernahmeangebot nicht aufgestockt und kaufe wohl auch nicht am Markt zu – damit seien die Aktionäre des Kraftwerkbetreibers sozusagen auf sich allein gestellt, schrieb Analyst Ingo Becker in einer am Montag vorliegenden Studie. Er passte sein Kursziel wieder an den fairen Wert nach Auslauf des Übernahmeangebots an.

07.02.2018

Fortum gibt bekannt, dass im Rahmen des Übernahmeangebots insgesamt 47,12 Prozent der Uniper-Anteile angedient wurden


Amtliche Bekanntmachung

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Statement von Pekka Lundmark, CEO von Fortum

„Wir sind mit der erhaltenen Beteiligung zufrieden, die Fortum nach Abschluss der Transaktion zum größten Anteilseigner von Uniper machen wird. Darüber hinaus sind wir zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit zwischen Fortum und Uniper einen signifikanten Mehrwert für die Aktionäre und Stakeholder beider Unternehmen schaffen kann. Unsere Priorität ist es nun, durch Gespräche mit Uniper die Grundlagen für eine solche Zusammenarbeit zu schaffen.“
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Statement von Klaus Schäfer, CEO von Uniper

„Wir sehen uns gestärkt durch das Vertrauen der Aktionäre, die in einer überwiegenden Zahl unserem Votum gefolgt sind und das Übernahmeangebot nicht angenommen haben. Das zeigt uns, dass der Kapitalmarkt weiterhin an unsere Strategie und unsere dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit als unabhängiges Unternehmen glaubt. Wichtig ist jetzt, gemeinsam mit Fortum als voraussichtlichem Großaktionär eine Verständigung zu erreichen, um für die berechtigten Belange unserer Mitarbeiter eintreten und unsere strategische und finanzielle Unabhängigkeit sichern zu können. Erste kleine Schritte dazu haben wir bereits unternommen. Aber ein gutes Stück Weg liegt noch vor uns.“
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